10 Dinge, die mich am Digimon Fandom stören

Titania | Donnerstag, 1. Mai 2014 | |
Nachdem ich auf meinem Shingeki no Kyojin Fanblog schon solch eine Auflistung erstellt habe, dachte ich, für Digimon wäre das auch mal ganz interessant. Es gibt so einige Dinge, die mich an dem (deutschen) Fandom sehr stören. "Die einen mehr, die anderen weniger" - wäre gelogen, denn diese Punkte sind schon wirklich harte Brocken...


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1. Alles nach Adventure ist kein Digimon mehr

Ein Punkt, den ich mittlerweile sogar schon ignoriere, wenn ich ihn lese, weil sich 75% der Digimonfans der Nostalgie wegen wie Kleinkinder anstellen. Hierfür verweise ich mal auf meine Kolumne "Das ist doch kein Digimon mehr!", die ich vor einiger Zeit geschrieben habe. Wir hätten hier sonst mit großen Ausschweifungen zu kämpfen :-D


2. Urteilsvermögen

Auch das Urteilsvermögen ist manchmal wie ein schlechter Film. Das Paradebeispiel wäre wohl Digimon Savers (dt. Data Squad). Fan sieht eine handvoll Folgen, "Der trägt keine keine Fliegerbrille, er prügelt sich mit Digimon und das Agumon hat große Nasenlöcher. Nein, das droppe ich auf der Stelle!" und nennt die Staffel ab sofort schlecht, blöd, scheiße - je nachdem. Dass der eigentliche Plot aber erst nach ca. 10 Folgen anfängt und wirklich interessante und noch nie dargewesene Themen behandelt, das spielt natürlich keine Rolle, wenn man nicht in der Lage ist, offen für Neues zu sein. *Facepalm*



3. Pairings

Was mich fast noch mehr als die oben angesprochenen Punkte stört, nervt und aufregt ist, dass viele, die im Digimon Fandom unterwegs sind, dort auch nur unterwegs sind, weil sie auf (überwiegend Adventure) Pairings stehen und sich in Fanfictions den total unpassenden AU Trash zusammenreimen. Ich frage mich wirklich, wie es Spaß machen kann, zehnjährige Kinder in den Schauplatz von Liebesintrigen zu stellen. Ich weiß ja nicht, was ihr mit Zehn gemacht habt, aber ich für meinen Teil habe meine Zeit auf dem Spielplatz verbracht.

Ich kann durchaus mit Pairings leben, die nicht Dreh- und Angelpunkt von irgendwas sind. Aber was ich teilweise so sehe, das ist für eine Serie, in der Monster im Vordergrund stehen einfach too much.


4. Kamiya und Yagami

Kamiya ist der US-Dub Nachnname von Taichi und Hikari Yagami. Warum es tatsächlich Leute in Deutschland gibt, die ihn verwenden, verstehe ich nicht, denn in Deutschland wurde original "Yagami" genutzt.


5. Fanfictions

Ähnlich wie oben. Wirft man mal einen Blick auf Animexx oder Fanfiktion.de, wird man nur wildes Geshippe in den digimonuntypischsten Szenarien wiederfinden. Es gibt kaum FFs, die wirklich eine Story, einen Plot, Charaktere und keine hirnlosen Seitensprünge in den Vordergrund stellen. Das passt einfach nicht zu Digimon. Bei Digimon geht es um Monster, die gegeneinander kämpfen und nicht um Taichi, der erst Yamato und dann Sora will. *sigh*


6. Digimon Adventure 2.5

Es gab vor Jahren mal ein Fanprojekt, das nannte sich Digimon Adventure 2.5. Davon waren auch verdammt viele Fanarts und Panels im Umlauf. Generell wünschen sich viele Fans aufgrund des Epilogs aus Digimon Adventure Zero Two eine Staffel mit den Kindern von Daisuke und co. Aber ganz ehrlich? Den gleichen Käse tut sich niemand freiwillig nochmal an. Die Digimon wären vermutlich auch wieder Agumon, V-Mon, usw. weil die Kinder ja lustigerweise die gleichen Babydigimon wie ihre Eltern bekommen haben. Das wäre der größte Quoteneinbruch überhaupt, denn Digimon Adventure erfreut sich in Japan nicht so großer Beliebtheit wie hier in den westlichen Ländern.


7. Hates

Ich hasse Hates (was für ein lustiges Wortspiel). Sehr sogar. Darunter fallen z.B. solche Dinge wie
"Takato ist so eine Heulsuse" oder auch "Juri nervt mit ihrer Emophase".
Nein, Takato ist keine Heulsuse, er verhält sich wie ihr euch mit zehn Jahren auch verhalten habt. Daher ist er einer der realistischsten Charaktere des ganzen Digimon Franchises. Und Juri hat ein Trauma, das sie seit Kindesbeinen mit sich rumschleppt und das durch Leomons Tod wieder die Oberhand gewinnt. Und das Mädel ist übrigens Zehn.


8. Furry und Konsorten


Etwas, was so ziemlich alles in den Schatten stellt. Ich meine, es ist nicht nur widerlich, sondern auch frei von jeder Logik. Digimon besitzen keine Geschlechtsteile, denn i.d.R. haben sie noch nichtmal ein Geschlecht. Wie also manche Fanarts zustande kommen, ist mir ein Rätsel.



9. Pokemonvergleiche


Es sind zwei eigenständige Serien die nichts - aber auch gar nichts gemein haben. Nichtmal die Tatsache, dass in beiden Serien Monster im Vordergrund stehen, würde ich als Gemeinsamkeit sehen, weil man die zwei Arten von Monstern einfach nicht miteinander messen kann. Und von Abklatschanschuldigen fang ich gar nicht erst an. Pokemon entstand aus dem Hobby Käfersammeln und Digimon entstanden durch das Tamagotchi, das zufällig erschaffen wurde, weil die Freundin der Bandaimitarbeiterin ein neues Haustier bekommen hat. Nuff say.


10. Digimon Tamers ist Kommerz


Es ist genauso viel Kommerz wie die anderen Staffeln, in denen die Protagonisten ein Gerät benötigen und permanent präsentieren, das man dann einige Wochen später beim Spielwarenhändler des Vertrauens im Regal finden kann. Die Karten gab es übrigens schon vor Tamers.


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